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    … weil uns der ganze Mensch
    wichtig ist.
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    … weil wir uns Zeit für jeden Schüler nehmen.
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    … weil wir Talente fördern.                    
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    … weil wir an die Zukunft
    der Schüler denken.                     
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    … weil uns christliche Werte
    wichtig sind.                    

Erstens kommt es anders, …

… und zweitens als man denkt. Schon Wilhelm Busch, der berühmte Erfinder von Max und Moritz, hatte mit diesem Spruch auf den Punkt gebracht, was wir alle immer wieder erleben: überraschende Wendungen – Geschichten, die das Leben schreibt.

So erging es auch Daniel Schubach (siehe Foto), der seit Februar 2021 bei uns am EVSL arbeitet.

Im November letzten Jahres lasD. Schubach er eine Anzeige im Jahnsdorfer Gemeindeblatt. Ausgeschrieben war eine Arbeitsstelle in der Nachmittagsbetreuung, auf die er sich prompt bewarb. Doch dabei hatte sich aufgrund seines abgeschlossenen Theologiestudiums direkt die Chance geboten, im zweiten Schulhalbjahr als Lehrkraft anzufangen.

Benjamin Luft: Lieber Daniel, schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast. Was unterrichtest du?

Daniel Schubach: Ich unterrichte das Fach Evangelische Religion in der 6., 7. und 8. Klasse. Je nach Klassenstufe beschäftigen wir uns mit ganz verschieden Themen: Mit Wundern, mit dem Erwachsenwerden, mit Vorbildern und
mit den Propheten des alten Israels und ihrem Ringen um Gerechtigkeit.

Das sind ja wirklich spannende Themen. Was gefällt dir an deiner neuen Arbeitsstelle?

Ich freue mich jedes Mal, wenn die Schüler*innen kreativ werden und anfangen, über ihr Leben zu reflektieren.
Zum Beispiel habe ich meinen Schüler*innen letztens aufgegeben, ein Liebesgedicht aus dem Ersten Testament mit einem Liebeslied der Chemnitzer Band Kraftklub zu vergleichen (es gibt einige Parallelen!). Zum Schluss sollten sie selbst eine Strophe dichten und dabei sind richtig gute Songtexte entstanden. Das finde ich beachtlich, denn nach so vielen Wochen Homeschooling und dem Bearbeiten zahlloser Arbeitsblätter finde ich es alles andere als selbstverständlich, wenn sich Schüler*innen für den Unterricht begeistern lassen.

Das sind aber auch wirklich coole Ideen! Ich bin ebenso begeistert! Da ich ja neben Englisch auch das Fach Ev. Religion unterrichte, muss ich mir das unbedingt merken! Bei allen Umständen, die im Augenblick auch teilweise schwierig sind, bleibt das Schöne an diesem Beruf, dass man als Lehrer bzw. Lehrerin immer wieder die Möglichkeit hat, voneinander zu lernen und Neues zu entdecken.

Was gibt dir Hoffnung in stürmischen Zeiten wie diesen?

Ehrlich gesagt, fehlt mir manchmal die Hoffnung. Auch nach einem Jahr Coronakrise kann kein Mensch sagen, wann das Leben wieder „normal“ werden wird. Manchmal hilft es mir, an den Straßenkehrer Beppo aus dem Roman Momo zu denken. Darin klagt Beppo dem Mädchen Momo: „Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“ Aber dann erklärt er: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten. Auf einmal merkt man, daß man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste." Das funktioniert tatsächlich.

Ja, das habe ich auch schon so erlebt. Schritt für Schritt vorzugehen ist weise, aber nicht immer so leicht umzusetzen. Trotzdem denke ich, dass wir uns als Menschen frei entscheiden können, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Die fehlende Sicherheit kann uns innerlich umtreiben oder auch gelassener machen, offen für neue Lösungen. In der Bibel finden wir einen ähnlichen Gedanken, wie ihn Wilhelm Busch geäußert hat. Ich finde, er passt einerseits auf die schöne Überraschung, dass du jetzt mein Arbeitskollege bist, Daniel, und andererseits lässt er sich genauso auf die Corona-Pandemie übertragen: „Der Mensch plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte“ (Sprüche 16,9). Im Volksmund ist im Laufe der Zeit daraus geworden: „Der Mensch denkt, Gott lenkt.“ Weil wir gerade bei der Bibel sind: Hast du einen Lieblingsbibelvers?

Den einen Lieblingsvers habe ich nicht, aber es gibt einen Vers, der mich über die sechs Jahre meines Theologiestudiums begleitet hat und der im letzten Jahr sogar die Jahreslosung wurde: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24).

Ja, das ist auch ein wichtiges Bibelwort. Aus eigener Kraft fällt es uns manchmal schwer, Gott zu vertrauen, aber wir dürfen uns jederzeit von ihm beschenken lassen.

Zum Abschluss noch eine halbernst gemeinte Frage: Welche drei Gegenstände würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Eine Decke, einen Kochtopf und, wenn ich schon keinen Menschen mitnehmen darf, dann wenigstens ein Foto von meiner Verlobten und meiner Familie.

Alles klar. Sehr praktisch gedacht! Lieber Daniel, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin gute Gedanken!

Text: B. Luft

Foto: D. Schubach

               


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